Ältere Frauen schämen sich für ihren sozialen Abstieg

„Immer mehr Frauen geraten geraten nach ihrer Pensionierung in die Armutsfalle.“

Mit diesen beiden Eingangssätzen beginnt ein Artikel vom 19. November in der österreichischen Tageszeitung „Kurier“. Er ist es wert ihn zu lesen. Am Ende meines Textes gibt es den Link dazu.

Hier meine Erläuterungen zum Thema „Scham“ und „Einsamkeit“.

Lassen wir die Gründe für die Altersarmut von Frauen einmal außen vor – sie sind vielfach.

Sprechen wir einmal über die Scham. 
Ich spreche über die Scham.

Hatte ich doch einmal viel Geld zur Verfügung, das ich großzügig für mich und mir liebe Menschen ausgegeben habe. Ich habe mir viel geleistet – ein gutes Leben, viele lange Reisen, etc.

Nun bin ich in Pension und habe sehr wenig Geld zur Verfügung. Ich wusste, dass das so sein wird. Ich hätte auch weiter arbeiten können. Ich wollte nicht.
Nun hätte auch der Gedanke auftauchen können – hättest du etwas gespart, wärest du nicht so großzügig gewesen. Hättest du ….

Das wäre schon einmal ein Schritt in Richtung Scham.
Das wäre schon einmal ein Schritt in Richtung Nichtakzeptanz dessen, wie ich mein Leben gelebt habe.

Nein, ich bin froh über meine Großzügigkeit – dass ich mein Leben maßlos, leidenschaftlich, zügellos und ausgelassen gelebt habe. Ihr werdet an meiner Wortwahl merken, dass es mir sehr gefallen hat! Es wäre nicht das gleiche, würde ich mein Leben heute so leben wollen. Es wäre ganz anders – vieles könnte ich gar nicht mehr machen, was ich damals gemacht und erlebt habe!

Seit mein Auto seinen Motorgeist aufgegeben hat und seine Ruhe auf dem Autofriedhof gefunden hat, habe ich kein Auto mehr. Ich gehe zu Fuß, fahre mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln. Von einigen werde ich scheel angesehen – gering geschätzt? Nun ja, das Auto ist, so wie vieles andere auch, noch immer ein Prestigeobjekt.

Schäme ich mich? Nein.
Hat es mich verunsichert? Ja.

Verunsichert, weil ich nun einiges, was ich gerne machen würde, nicht machen kann.
Es ist nicht viel, aber immerhin, z.B. Konzerte besuchen, Reisen …
Verunsichert, weil es nun liebe Menschen aus meiner Umgebung sind, die großzügig „zu mir“ sind, war ich doch die, die großzügig war. Nun hat es sich umgekehrt.
Und – es hat mich Mühe gekostet, es anzunehmen.
Nun kann ich es.
Ich akzeptiere.
Mein Leben, wie es war.
Mein Leben, wie es ist.

Warum ich das in diesem Kontext des Artikels schreibe?

Weil ich damit Frauen Mut machen möchte, nicht nur zu akzeptieren mit wenig Geld auskommen zu müssen, sondern auch darüber zu sprechen und sich damit zu zeigen.

Wenn ich nicht akzeptiere, kann ich mich nicht zeigen und vereinsame.

Wenn ich nicht akzeptiere, kann ich auch keine Hilfe in Anspruch nehmen.

Mir ist schon bewusst, dass ich noch immer sehr viel habe. 
Es ist wenig Geld, das ich zur Verfügung habe, aber nicht zu wenig zum Leben so wie für manche Frauen. Ich habe zu wenig Geld für meine Geistes- und Seelennahrung. Wie oben bereits geschrieben, sind das kulturelle Veranstaltungen und Reisen. 
Ich habe ein Haus und ich habe Menschen um mich, die ich liebe und die mich lieben – meinen Sohn, meine Schwester mit ihrer Familie, meine Kusine und herzensgute Freund*innen. Dafür bin ich bin sehr dankbar!

Für all diejenigen Frauen, die zu wenig zum Leben haben, gibt es auf dieser Seite Informationen für Unterstützungsmöglichkeiten.

Und wenn die eine oder die andere das hier liest, dann bitte ich dich, schäme dich nicht und nimm Hilfe in Anspruch! 

Die Gründe, warum so viele Frauen in der Altersarmut sind, ist wieder ein anderes Thema.
Dass die Politik gefordert ist, auch.

 

Kurier-Artikel: https://kurier.at/leben/akademikerin-57-armutsgefaehrdet/400327407?fbclid=IwAR01gDXXTulrm-oPYuF1oESVO85G8ibw8CQKhlGKGmMuM-8_WwxIx2rY7LU

Information Unterstützung: https://www.erzdioezese-wien.at/unit/aaw/hilfeundunterstuetzung?fbclid=IwAR3OpxA6y5ASeOKwYUFQ2oidRHKr9xVIdYnbnXhbWqQh6rH7CJDTy1S4XC8

 

Werbeanzeigen

Meine Trauer über die Türkei

Istanbul 1

Und wieder hat ein Diktator die Bühne betreten

Und diesmal vom eigenen Volk gewählt

Und wieder können / müssen wir zusehen, was passiert, wenn einer die Macht fest in seiner Hand hält

Und es erfüllt sich hier der Wunsch von Menschen, die sich wieder einen Führer wünschen

Und dieser Wunsch nach einem allmächtigen und gnadenlos strafenden GottVater entsetzt mich

Und es macht mich traurig, was so vielen Menschen bereits angetan wurde und in Zukunft noch viel mehr angetan werden wird

Und es macht mich ambivalent, zornig einerseits, weil viele Menschen trotzdem auf Urlaub in das Land fliegen werden – weil es so billig ist – zornig, weil sich der Diktator dadurch bestätigt fühlen wird, und gleichzeitig weiß ich, dass Menschen dadurch ein Einkommen erhalten werden

Und ich bin sehr dankbar über meine 5-wöchige Reise im Jahr 1993 durch die Türkei mit meinem damaligem türkischen Freund, einem Historiker,von Alanya nach Istanbul – über Side, Aspendos, Perge, Konya, Pamukkale, Iznik – welch schönes Land …

https://monikakrampl.wordpress.com/2016/11/19/meine-reise-in-den-orient/

Und ich weiß, dass ich dieses Land nie mehr sehen werde …

Ich höre Istanbul

Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen:
Zuerst weht ein sanfter Wind
Leicht schwanken die Blätter
an den Bäumen,
In der Ferne, in weiter Ferne
Unaufhörlich die Glocken der Wasserverkäufer,
Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen.

Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen:
Während ich rufen will, die Vögel fliegen vorbei,
Fliegt eine ganze Schar, hoch hinaus, Schrei für Schrei,
Die Fischer holen die großen Netze ein,
Die Füße einer Frau berühren das Wasser,
Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen.

Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen:
Kühl, kühl der Große Basar,
Kunterbunt Mahmutpaşa,
Voller Tauben die Höfe,
Vom Dock her hallt es Hammerschläge,
Im herrlichen Frühlingswind liegt Schweiß,
Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen.

 

Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen:
In meinem Kopf der Rausch vergangener Feste,
Eine Strandvilla mit halbdunklen Bootshäusern
Steht im abklingenden Geheul der Südwestwinde,
Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen.

Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen:
Eine Dirne stolziert auf dem Gehsteig,
Flüche, Gesänge, Anmachsprüche,
Etwas fällt aus ihrer Hand auf den Boden,
Es müsste sich um eine Rose handeln.
Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen.

Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen:
Ein Vogel zappelt an deinen Hängen,
Ich weiß, ob deine Stirn warm oder kalt ist,
Ich weiß, ob deine Lippen feucht oder trocken sind,
Weiß geht der Mond hinter Kiefergewächsen auf,
An deinem Herzschlag erkenne ich
Ich höre Istanbul.

Orhan Veli Kanik (13. April 1914, Istanbul – 14. November 1950, ebenda)

 

Ré Soupault und meine Betrachtungen über ihre beeindruckenden Aussagen

Re Soupault

Nach meinen Betrachtungen über die Zitate von Ré Soupault poste ich einen Artikel mit einer kurzen Biografie von Soupault, eine Rezension des Buches mit Briefen, biografischen Texten und Tagebuchpassagen.

Ihr Leben und die drei Aussagen von ihr, die in diesem Artikel erwähnt werden, haben mich sehr beeindruckt.

„Es gibt zwei Wege im Leben: der eine führt nach außen: Karriere, Geltung, Besitz … der andere nach innen: Arbeit, aber ohne Rücksicht auf äußeren Erfolg, schöpferische Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst findet.“

Zwei Wege, präzise definiert. Ich finde mich sofort darin wieder.

Beschreibt sie doch damit meinen inneren Zwiespalt, der mich mein ganzes Leben lang nicht nur begleitet, sonder auch geleitet hat. Ein Zwiespalt der mich den einen Weg gehen ließ, um nach einer Weile wieder den anderen Weg einzuschlagen. Ein ganzes lang – ein hin und her. So manches Mal sehr mühsam und anstrengend. Dann wieder sehr abenteuerlich, aufregend und immer sehr lehrreich. Ich habe beide Seiten kennen gelernt.

 „Die Habsucht ist die Ursache allen Übels.“

Diese Weisheit hat sie anlässlich ihres Sanskritstudiums und der Beschäftigung mit asiatischer Philosophie kennen gelernt. Ich selbst, in meiner Auseinandersetzung mit dem Buddhismus.

Ja, ich kenne sie die „Habsucht“ – das haben wollen und nicht genug kriegen können. Und immer wieder rettete mich dann, dass ich diesen Weg wieder verließ und wieder den Weg nach innen beschritt – „Arbeit, aber ohne Rücksicht auf äußeren Erfolg, schöpferische Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst findet“.

Habsucht und Selbstsucht gehen Hand in Hand.

Solange ich auf der Suche nach mir Selbst bin und versuche, dieses Selbst mit möglichst vielen Dingen im Außen zu stützen, wird es zusammenfallen, wenn mir das genommen wird. Deshalb auch die Ängste von vielen Menschen. Die Versuche, das Angesammelte/ den Besitz zu sichern. Die Bedrohung kommt von Außen – jemand, der/die „meinen“ Mann/ „meine“ Frau  wollen könnte; mein Auto, mein Haus, meinen Job ….

Dabei steht das „mein“ im Vordergrund. „Mein“ als Stützung eines Scheinselbst.

Das Selbst braucht keine Besitztümer.

Ich habe das immer wieder Loslassen gelernt.

Erst angesammelt – Karriere, Geltung, Besitz – und wieder losgelassen.

Das letzte große Loslassen gab es in den letzten Jahren – siehe:

https://monikakrampl.wordpress.com/2017/04/28/das-alter-und-ich/

Loslassen und die Unsinnigkeit der Habsucht, habe ich in dem Gedicht zusammengefasst:

Schöne Dinge

In einem

vergangenem Leben

gesammelt

zeugen täglich

von der

Vergänglichkeit

des Lebens

„Der Staat kann die Freiheit nicht ersetzen“

Ré Soupault führt weiter aus: „“Ist Freiheit Reife? Vielleicht umgekehrt. Jedenfalls die innere Freiheit. Aber es muss auch eine politische Freiheit geben. Der Staat kann sie nicht ersetzen. Zu dieser Freiheit gehört die Reife des Bürgers und des Volkes als Ganzes. Darum ist Freiheit wohl das am schwersten Erreichbare.“

Ja, umgekehrt – Reife ist Freiheit. Erst wenn ich reif bin – im Sinne von mir selbst bewusst, und damit ein Selbstbewusstsein entwickelt habe, kenne ich meine Grenzen. Und ich kann sehr genau wahrnehmen, wenn jemand meine Grenzen überschreitet – mich jemand eingrenzt.

Wenn ich meine Grenzen wahren kann, kann ich auch die Grenzen von anderen Menschen wahrnehmen und akzeptieren.

Dies ist ein Thema, das sich von innen – der inneren Freiheit fortsetzt nach außen – der politischen Freiheit. Auf der realpolitischen Ebene ist es ein sehr aktuelles Thema. Freiheiten werden gerade jetzt unter dem manipulativ gebrauchten Thema der „Sicherheit“ eingeschränkt.

Einschränkende Freiheit vermehrt nicht Sicherheit. Aufklärung und Wissen vermehrt Sicherheit.

Wissen ist Macht. Wird deshalb versucht, viele Menschen unwissend zu lassen?

Eigenmacht zu haben ist Freiheit.

Und nun die Rezension von Carsten Hueck, veröffentlicht auf der Internetseite von Radio Ö1:

Ré Soupault – „Nur das Geistige zählt“

Die Ikone der Avantgarde in eigenen Worten: mit Briefen, biografischen Texten und Tagebuchpassagen.

Zwischen ihrer Geburt und ihrem Tod liegt fast das gesamte 20. Jahrhundert: Meta Erna Niemeyer, Tochter eines Metzgers und Pferdezüchters kam 1901 im pommerschen Nest Bublitz zur Welt und starb als anerkannte Fotografin und wiederentdeckte Ikone der künstlerischen Avantgarde unter dem Namen Ré Soupault 1996 in Versailles.

Zwei Wege im Leben

Darüber, was diese Frau gesehen und erlebt hat, gibt nun ein Buch Auskunft: Unter dem Titel „Nur das Geistige zählt – Vom Bauhaus in die Welt“ hat der Heidelberger Verleger Manfred Metzner Ré Soupaults Briefe, biografische Texte und Tagebuchpassagen zu einem Erinnerungsband montiert. Gleich zu Beginn tritt uns eine beeindruckende Frau entgegen: eigenwillig, klug, unsentimental und mit unbestechlichem Blick fürs Essentielle:

„Es gibt zwei Wege im Leben: der eine führt nach außen: Karriere, Geltung, Besitz … der andere nach innen: Arbeit, aber ohne Rücksicht auf äußeren Erfolg, schöpferische Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst findet.“

Eine schöpferische Arbeiterin, das war sie: nach den Entbehrungen des Ersten Weltkriegs, die sie als junges Mädchen kennen gelernt hatte, entfloh Erna Niemeyer der bürgerlichen Familie und studierte ab 1921 am Bauhaus in Weimar. Erna Niemeyer empfing hier ihre ersten prägenden Impulse als Künstlerin. Neben Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer wurde sie vor allem Johannes Itten beeinflusst. Dieser war es auch, der bei der jungen Frau das Interesse für asiatische Philosophie weckte. Zwei Semester lang radelte sie wöchentlich von Weimar nach Jena, um an der dortigen Universität auch noch Sanskrit zu studieren.

Die Habsucht ist die Ursache allen Übels.

„Diesem Studium verdanke ich meine Lebensdevise: die Habsucht ist die Ursache allen Übels.“ Solche Sanskrit-Weisheiten fanden später, weil die angehende Künstlerin sich auch für die Form der Schrift begeisterte, Eingang in die abstrakten Farbkompositionen ihrer Teppiche.

Zeichnerin, Journalistin und Modedesignerin

Den Namen Ré erhielt Erna Niemeyer von Kurt Schwitters, als dieser in Berlin den schwedischen Filmvisionär Viking Eggeling besuchte, dem sie damals assistierte. Über Eggeling wiederum lernte sie den Dadaisten Hans Richter kennen: Heirat 1926. Das Bauhaus war da bereits nach Dessau umgezogen und Ré beschließt, mit ihrem Mann in Berlin zu bleiben.

In den Roaring Twenties arbeitet Ré Richter als Zeichnerin und Journalistin für den Berliner Scherl Verlag. 1929 gründet sie in Paris ein Modestudio, entwirft erfolgreich sportliche Alltagsmode für die moderne Frau, erfindet den Hosenrock, das Schürzenkleid – und das Transformationskleid.

Verwandlung des Kleides

„Ich ging immer von einer konkreten Idee aus: Eine Sekretärin oder eine Verkäuferin , die abends nach der Arbeit ausgehen möchte, aber nicht vorher nachhause gehen kann, verwandelt ihr Kleid, das sie tagsüber mit einem kleinen Kragen oder einer bescheidenen Brosche getragen hat, in ein Abendkleid, indem sie den Reißverschluss, der bis zur Taille zu öffnen ist, nach innen kehrt, rechts und links mit Klips befestigt und in den bis zur Taille zugespitzten Ausschnitt einen Einsatz anbringt, je nach Wunsch aus Brokat oder aus weißem Piquet.“

Übersiedlung nach Tunis, Flucht nach New York

1933 lernt Ré auf einem Empfang der russischen Botschaft den surrealistischen Dichter Philippe Soupault kennen. Mit ihm reist sie durch die Welt. Sie beginnt zu fotografieren, illustriert Philippes Reportagen. Wenige Jahre später wird er ihr zweiter Ehemann. Europa steht da bereits im Schatten heraufziehender Katastrophen. Ré zieht mit ihrem Mann nach Tunis. Philippe Soupault soll dort im Auftrag der französischen Regierung ein antifaschistisches Radioprogramm organisieren.

Die Niederlage der Franzosen gegen Nazideutschland bringt das Paar in akute Gefahr, Philippe wird verhaftet, ihr Haus beschlagnahmt, später zerstört und geplündert. Nach der Landung der Alliierten in Nordafrika gelingt den Soupaults die Flucht nach New York. Nach Kriegsende trennen sie sich und Ré beginnt, sich eine Existenz als Übersetzerin und Journalistin aufzubauen. Sie bereist Mittel- und Südamerika sowie das von den Kriegsfolgen gezeichnete Europa. In ihrem Tagebuch notiert sie:

„Der Staat kann die Freiheit nicht ersetzen“

„Ist Freiheit Reife? Vielleicht umgekehrt. Jedenfalls die innere Freiheit. Aber es muss auch eine politische Freiheit geben. Der Staat kann sie nicht ersetzen. Zu dieser Freiheit gehört die Reife des Bürgers und des Volkes als Ganzes. Darum ist Freiheit wohl das am schwersten Erreichbare.“

Ré Soupault pendelt zwischen New York, Basel, Paris und Berlin. Heute würde man ihre Lebensweise als prekäre Existenz bezeichnen. Auch wenn sie im Atelier von Max Ernst wohnt und den Literaturnobelpreisträger Romain Rolland übersetzt, ist es alles andere als schillernd. Sie selbst aber beschreibt in den Erinnerungen, die ungefähr 1950 enden, ihr Leben als das einer schöpferischen und arbeitenden Frau.

Ein beeindruckendes Zeitdokument

Die Lektüre dieses Buches gebietet Respekt vor der Autorin. Vor ihrer Leistung als Künstlerin, ihrem bodenständigen Lebenswillen, dem Mangel an Klagen. Trotz des Wechsels von einem Leben als anerkannte Künstlerin zu dem eines auf sich selbst gestellten Flüchtlings, dessen Welt in Trümmern liegt, scheint Ré Soupault mit sich selbst eins zu sein.

Ihre Erinnerungen verdeutlichen ihre Persönlichkeit, ihre Neugier und Wahrnehmungsfähigkeit, ihr Urteilsvermögen. Doch vermitteln sie durch Detailschärfe und immer auch einen ausreichend erhellten Hintergrund einen tiefen Eindruck von der Atmosphäre jener Tage zwischen dem Beginn des Ersten und dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Service

Ré Soupault, „Nur das Geistige zählt – Vom Bauhaus in die Welt. Erinnerungen“, Herausgegeben von Manfred Metzner, Verlag Wunderhorn

https://oe1.orf.at/artikel/646351

 

Konstantin Wecker und ich …

Als ich letzten Sonntag Konstantin Wecker vier Meter vor mir auf der Bühne sitzen sah, ihn anschaute und ihm zuhörte, dachte ich mir: „Wir sind gemeinsam alt geworden – ich mit ihm oder er mit mir.

Ich sehe ihn und mich, wie wir vor 35 Jahren waren – die ungestüme, hemmungslose, und auch maßlose Lust auf das Leben, die Sucht – auf der Suche. Und heute – wenn es Not tut, noch immer ungestüm, aber nicht mehr maßlos; das Wissen, dass die Suche eine Suche nach dem Urgrund des Seins war und ist. Weißhaarige Silberrücken.

Es gab Zeiten in meinem Leben, da hörte ich ihn täglich – so manches Mal den ganzen Tag über, weil ich die Unterstützung seiner Gedanken und Lieder brauchte. Eine Unterstützung die mich stärkte und mir wieder Mut machte.

Letzten Sonntag also, war er in den Sonntagsgesprächen im Volkstheater in Wien. Illija Trojanow lädt ein – und das Thema war: „Anarchismus – Ein unbändiges Ideal.“ Wecker als Vertreter eines Aspektes der anarchischen Tradition – „der Poesie einer radikal humanen Haltung.“ Und diese Haltung hat er nach wie vor – und ich mit ihm …

„Es geht ums Tun und nicht ums Siegen. Engagement zwischen Wut und Zärtlichkeit.“ – der Buchtitel, Kösel-Verlag. Lesenswert!

Zwei Rebellen und ihre Anstiftung zum Einmischen.
Sänger und Poet Konstantin Wecker und der amerikanische Zen-Meister Bernard Glassman Roshi sprechen über weises Handeln in einer gefährdeten Welt. Wie kann der Einzelne wirklich etwas in der Welt verändern? Braucht soziales und politisches Engagement eine spirituelle Quelle, um langfristig etwas zu bewegen? Bleibt Spiritualität ohne aktives Tun für andere bloße Nabelschau?

 

https://www.randomhouse.de/ebook/Es-geht-ums-Tun-und-nicht-ums-Siegen/Konstantin-Wecker/Koesel/e375075.rhd

Über das Altwerden – Pflegeheime und Generationenwechsel

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

»Null Prozent der Menschen wollen in ein Pflegeheim, und wenn man es Residenz nennt, wollen es noch weniger!«

(Ein Bericht im Radioprogramm Ö1-Morgenjournal vom 22. 11. 2017)

Bei dieser Aussage stehen sich Heimbefürworter und Heimgegner gegenüber. So manche kommen ins Streiten über diese Aussage. Doch darum geht es gar nicht.

Generationenwechsel

Es geht darum, dass eine neue Generation alt wird, bzw. ist. Meine Generation. Ich bin 1950 geboren und 67 Jahre alt.

Was ich nicht möchte

Die Heime, so wie sie jetzt sind, sind mir zu steril, sie erinnern mich an Krankenhäuser. Ich mag es nicht, wenn die Böden und alles Drumherum glänzen und man stellenweise kleben bleibt, weil dieser Glanz von chemischen Putzmitteln kommt. Ich finde diese Art von Reinlichkeit (nicht wirklich „reinlich“, es ist Chemie) übertrieben, bzw. gesundheitsschädlich. Ein bisschen Schmutz, ein bisschen Staub ist gesünder als Chemie. Beweisen dies doch die vielen Allergien. Besonders auch von Kindern. Kinder sind von sich aus empfindlich. Alte Menschen werden wieder empfindlicher.

Meiner Meinung nach könnte man weniger putzen und dafür mehr miteinander reden.

Die Strukturen sind, so wie in Krankenhäusern auch, nicht auf das Wohlbefinden der Menschen, sondern auf das Funktionieren des Ablaufs ausgerichtet. Diesem Funktionieren wird nicht nur das Wohlbefinden der kranken (Krankenhäuser) und der alten Menschen (Heime) untergeordnet, sondern auch das Wohlbefinden der versorgenden Menschen. Mit meiner Mutter war ich sehr oft in Krankenhäusern und zum Schluss auch im Heim. Wie oft habe ich von Krankenschwestern und Heimpersonal die Klage über die Strukturen gehört.

Diese Strukturen sind nicht auf Individualität eingerichtet. Sie sind für den einzelnen Menschen einschränkend. Ich möchte bis an mein Lebensende selbst über mich bestimmen – solange mir dies körperlich und geistig möglich ist.

Ich möchte z.B. keine bestimmten Essenszeiten, und – ein gesundes Essen. Das Essen ist weder in Krankenhäusern noch in Heimen gesund und zum Teil auch grauslich. Nicht in allen. Aber überwiegend. Ich wundere mich immer wieder, dass es in allen Häusern ErnährungsberaterInnen gibt, dass die aber offensichtlich keinen Einfluss auf die Küche der Häuser haben.

Das Angebot an „Unterhaltung“, das es jetzt gibt, war sogar meiner 85-jährigen Mutter zu öde. Und vieles andere auch noch. Die Generation, die jetzt in den Altersheimen ist, ist es noch gewohnt sich Autoritäten zu fügen und mit sich machen zu lassen. Daher lassen sie auch zu, dass andere, die sich vorstellen, wie die Alten unterhalten werden müssten, ihr Programm machen.
Wenn meine Alt-68er-Generation in „Wohnformen, die noch zu entwickeln sind“ kommt, wird es eher ein Halli-Galli-Selbst-Programm, von denen, deren Gehirnstübchen noch funktioniert.

Ich frage mich, warum so viel Geld für Häuser mit ihren Strukturen ausgegeben wird, wenn offensichtlich dort niemand hin will.

Ich denke, da muss und wird sich viel ändern.

Es wird notwendig sein, andere Formen des Zusammenlebens im Alter zu ermöglichen.

Frau Dr. Michaela Moser von der FH St. Pölten schreibt z.B.: „Interessant und – wie ich denke wegweisend – sind Versuche und Bemühungen betreute Wohnmöglichkeiten in Wohnhäuser zu integrieren, die sehr gemischt bewohnt werden. Da läuft gerade einiges (auch an Forschung bei uns an der FH) und da gibt es noch viel zu entwickeln, auszuprobieren, umzusetzen.

Ja, das denke ich auch, dass es noch viel zu entwickeln, ausprobieren und umzusetzen gibt. Das sollten wir aber nicht  nur den Fachleuten überlassen, sondern diejenigen unter uns, die Zeit haben und die das interessiert, könnten da kräftig mitmischen und sich engagieren.

Abgesehen davon, gibt es bereits einige generationenübergreifende gemeinschaftliche Wohnprojekte in Privatinitiativen, in denen es, durch die Form des Zusammenlebens von mehreren Menschen möglich ist, alte Menschen mitzubetreuen, wenn dies erforderlich ist.

In den bestehenden Kleinfamilien sind es zum Großteil Frauen, die mit Betreuung und Versorgung der alten Eltern oder auch Ehepartnern, überfordert sind. Dass es auch hier Hilfe von Sozialdiensten gibt, wissen viele noch immer nicht. Und viele, die es wissen, nehmen es nicht in Anspruch, weil sie der irrigen Annahme sind, alles selbst machen zu müssen. Oder sie Angst haben, dass die Leute reden. Damit wären wir bei dem Thema der programmierten Frauen und ihren Zwängen. Aber das soll heute nicht das Thema sein.

Ich denke, dass es langsam bei den verantwortlichen PolitikerInnen ankommt, dass hier Handlungsbedarf  besteht. Aber von der Erkenntnis bis zum Handeln ist es auf politischer Ebene ein weiter Weg.

Andere Formen des Lebens / des Zusammenlebens sind erforderlich.

Hier als Beispiele zwei Links über vorbildliche privat initiierte gemeinschaftliche Wohnprojekte:

http://www.pomali.at/index.html

http://www.gartendergenerationen.net/ganzheitlich-wohnen/

Corpus Delicti von Juli Zeh

Buch Corpus Delicti Juli Zeh

Ich entziehe einer Gesellschaft das Vertrauen, die aus Menschen besteht und trotzdem auf der Angst vor dem Menschlichen gründet.

Ich entziehe einer Zivilisation das Vertrauen, die den Geist an den Körper verraten hat.

Ich entziehe einem Körper das Vertrauen, der nicht mein eigenes Fleisch und Blut, sondern eine kollektive Vision vom Normalkörper darstellen soll.

Ich entziehe einer Normalität das Vertrauen, die sich selbst als Gesundheit definiert.

Ich entziehe einer Gesundheit das Vertrauen, die sich selbst als Normalität definiert.

Ich entziehe einem Herrschaftssystem das Vertrauen, das sich auf Zirkelschlüsse stützt.

Ich entziehe einer Sicherheit das Vertrauen, die eine letztmögliche Antwort sein will, ohne zu verraten, wie die Frage lautet.

Ich entziehe einer Philosophie das Vertrauen, die vorgibt, dass die Auseinandersetzung mit existentiellen Problemen beendet sei.

Ich entziehe einer Moral das Vertrauen, die zu faul ist, sich dem Paradoxon von Gut und Böse zu stellen und sich lieber an „funktioniert“ oder „funktioniert nicht“ hält.

Ich entziehe einem Volk das Vertrauen, das glaubt, totale Durchleuchtung schade nur dem, der etwas zu verbergen hat.

Ich entziehe einer Methode das Vertrauen, die lieber der DANN eines Menschen als seinen Worten glaubt.

Ich entziehe dem allgemeinen Wohl das Vertrauen, weil es Selbstbestimmtheit als untragbaren Kostenfaktor sieht.

Ich entziehe dem persönlichen Wohl das Vertrauen, solange es nicht weiter als eine Variation auf den kleinsten gemeinsamen Nenner ist.

Ich entziehe einer Politik das Vertrauen, die ihre Popularität allein auf das Versprechen eines risikofreien Lebens stützt.

Ich entziehe einer Wissenschaft das Vertrauen, die behauptet, dass es keinen freien Willen gebe.

Ich entziehe der Liebe das Vertrauen, die sich für das Produkt eines immunologischen Optimierungsvorgangs hält.

Ich entziehe Eltern das Vertrauen, die ein Baumhaus „Verletzungsgefahr“ und ein Haustier „Ansteckungsrisiko“ nennen.

Ich entziehe einem Staat das Vertrauen, der besser weiß, was gut für mich ist, als ich selbst.

Ich entziehe jenem Idioten das Vertrauen, der das Schild am Eingang unserer Welt abmontiert hat, auf dem stand: „Vorsicht! Leben kann zum Tode führen.“

 

Juli Zeh: Corpus Delicti. Ein Prozess, Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung, Frankfurt am Main, S. 186.

 

Juli Zeh entwirft in Corpus Delicti das spannende Science-Fiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert. Sie zeichnet ein System, das alle und alles kontrolliert. Gesundheit ist zur höchsten Bürgerpflicht geworden. Die „Methode“ verlangt ein festes Sportpensum ebenso wie die Abgabe von Schlaf- und Ernährungsberichten. Buchstäblich über den jeden Schritt seiner Bürger ist dieser Staat informiert.

Corpus Delicti handelt von höchst aktuellen Fragen: Wie weit kann und wird der Staat individuelle Recht einschränken? Gibt es ein Recht des Einzelnen auf Widerstand?

 

 

Umbruchszeiten

Geschrieben im November 2012

 

Es lässt sich nicht mehr Leugnen

Neue Zeiten brechen an

Brechen an und um

 

Schaut euch um

Hört hin

Es raschelt im Keller

Nicht nur

Aber immer wieder

Kommen die Neuen

Und versuchen

Auf ihre Weise

Zu leben

Wozu?

Fragen sie

Die Satten und Müden

Wozu?

Fragen sie

Die Mächtigen und Reichen

Wozu?

Uns geht’s doch gut

Seid still

Erhebt euch nicht

Das Rascheln soll ein Ende haben

Fallen werden aufgestellt

Im Keller

Drohungen werden ausgestoßen

Doch

Das Rascheln wird mehr und mehr

 

Es raschelt gewaltig

Im Keller

 

Es lässt sich nicht mehr Leugnen

Neue Zeiten brechen an

Brechen an und um

28.11.2012

Die Partei ist tot – es lebe der politische Mensch!

Dialog

Die Partei ist tot – es lebe der politische Mensch! (AutorIn unbekannt)

In den letzten 30 Jahren hat sich viel bewegt in der Zivilgesellschaft. Viele Projekte wurden gestartet und mit dem Tun wurde viel gelernt. Viel Freudvolles / gemeinschaftliches / Mut machendes / stärkendes – wurde in die Wege geleitet und begleitet uns seither. Uns – das sind wir Menschen aus der Zivilgesellschaft. Nicht die Parteien, deren Aufgabe eben dies wäre.

Wie viel an Veränderung haben diese Projekte bewirkt – auf ökologischer / zwischenmenschlicher / kommunikativer Ebene. Auch auf ökonomischer, da vieles leistbarer wird, wenn es gemeinschaftlich finanziert wird.

Und doch – auf gesamtgesellschaftspolitischer Ebene hat dies alles kaum Eingang gefunden und sehr wenig verändert. Für eine Bewusstseinsveränderung von vielen Menschen zu wenig.

Doch die braucht es. Es braucht politische, engagierte, offene Menschen, die mit Freude Politik machen. Eine „Politik der Anziehung“ bezeichnet es Nicole Lieger. Die Politik, die zurzeit gemacht wird, ist eine „Politik der Abstoßung“.

Wenn ich bedenke, dass ich es doch – entgegen meiner bereits jahrzehntelangen Meinung, dass Parteien, vor allem die Strukturen dieser Parteien, nicht mehr zeitgemäß sind – für ein Jahr auf parteipolitischer Ebene (Grüne) versucht habe, bin ich nun ein Jahr nach meinem Ausstieg noch immer müde. Es war ein Wahljahr, und daher wahrscheinlich noch anstrengender. Und doch, betrachte ich meine Zeit in der Politik auch als Erfahrung. Ich mag es, aus einer eigenen Erfahrung heraus über etwas sprechen zu können – auch wenn die Erfahrung anstrengend ist.

Wenn ich weiters bedenke, dass Menschen mit einem neuen politischen Bewusstsein zumeist in prekären Verhältnissen leben, so dass ihre Zeit sich zu engagieren sehr beschränkt ist, ist das bereits ein Resultat der unzureichend auf die Veränderungen der Zeit reagierenden Politik.

Es ist Zeit für den Abschied vom „ehernen Gesetz der Oligarchie“ (Tamara Ehs, Politikwissenschaftlerin)

Wenn ich sehe, dass die politischen Entscheidungen der Parteien weiter in eine ganz falsche Richtung gehen, macht mich das, je nach Tagesverfassung noch müder, verzweifelt oder  hoffnungslos. Wenn Menschen/Parteien sich so an Macht klammern und Angst vor Machtverlust haben, dann haben sie meiner Meinung nach ein falsches Verständnis von Politik. Denn Macht und Politik sind zwei verschiedene Ebenen. Zumindest sollten sie das sein – in einer Demokratie.

Unsere Gesellschaft muss sich der radikalen Veränderung stellen, bevor es zu spät ist (Philipp Blom, Historiker, Journalist, Autor)

„Wenn Transformation unvermeidlich ist, muss sie aggressiv angegangen und gestaltet werden. Sie zu negieren ist auch für die Mächtigsten und Reichsten nicht lange möglich. (…) Es muss den demokratischen Willen geben, diese Transformationen tatsächlich vorzunehmen. Das sehe ich im Moment nicht. Das ist die eigentliche Gefahr“ – meint Philipp Blom.

Andererseits gibt es da Frauen, wie z.B. Tamara Ehs, die sagt, dass sie sich künftig vermehrt NGOs widmen und noch stärker gesellschaftlich engagieren wird, und sie schreibt:

„ … Parteien haben Zukunft, wenn sie sich selbst als stetes Demokratisierungsprojekt verstehen. Das betrifft sowohl die innerparteiliche Demokratie (Wahl statt Kooptation des Führungspersonals – und zwar durch alle Parteimitglieder, Amtszeitbegrenzung, Verbot der Ämterkumulation, Urabstimmungen über grundlegende Positionierungen etc.) als auch Demokratie als politische Lebensform (zivilisiertes öffentliches Streiten statt informelle Abmachungen und Tauschgeschäfte, profunde Debatte- statt oberflächliche Konsenskultur etc.). Parteien haben Zukunft, wenn sie nützlich und verbindend sind, wenn sie sich also als Forum anbieten, die Lebensumstände der Menschen durch konkrete soziale Praxis zu verbessern und dadurch im gemeinsamen Kampf mit zivilgesellschaftlichen Bewegungen die Kräfteverhältnisse verändern.“

Und Philipp Blom: „Unsere Gesellschaft muss sich der radikalen Veränderung stellen, bevor es zu spät ist. (…) Schaffen wir es zu begreifen, dass wir jetzt radikal etwas tun müssen, bevor wir gar nichts mehr tun können?“

Und damit schließt sich der Kreis.

Wir, die „wir jetzt radikal etwas tun müssen“, müssten mehr werden. Viel mehr. Und das sehr schnell …

Artikel von Tamara Ehs und Philipp Blom:

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/879929_Die-Zukunft-der-Partei.html

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/879961_Wir-geraten-in-eine-Stromschnelle-der-Geschichte.html

Foto: Dialoggrundsätze von David Bohm