Barenboim-Said Akademie

Barenboim-Said-Akademie in Berlin eröffnet

> 90 Musikstudenten aus dem Nahen Osten werden hier Musik studieren – Juden, Moslems und Christen. Auf dem Lehrplan der Barenboim-Said Akademie als kulturellem Versöhnungsprojekt steht aber nicht nur Musik, sondern auch Philosophie.

„Humanismus ist die einzige, genauer, die letzte Verteidigungslinie, die wir haben“, so der verstorbene amerikanisch-palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said. Neben Daniel Barenboim ist er der geistige Vater der Barenboim-Said Akademie, die am Donnerstag offiziell ihren Lehrbetrieb in Berlin aufgenommen hat.

Aus diesem humanistischen Geist heraus hat er mit Daniel Barenboim das West Eastern Divan Orchestra gegründet. Jetzt eröffnet der akademische Teil dieser Zusammenarbeit seine Pforten. 90 Musiker aus dem Nahen Osten, von der Türkei über Israel bis zum Iran, werden hier studieren – Juden, Moslems, Christen.

Philosophische Lehren gleich anwenden

Auf dem Lehrplan steht das Musikstudium inklusive Musikgeschichte. Dazu komme aber ein sehr gut ausgedachtes Programm in Philosophie, betont Daniel Barenboim. „Wo man nicht nur die Geschichte der Philosophie oder der Philosophen lernt, sondern man versucht sofort in jeder Stunde zu sehen, wie kann jeder von uns diese Idee nutzen, um sich vielleicht zu verbessern, glücklicher zu sein, um sich besser zu verstehen.“

Der Maestro hatte die Idee eines wegweisenden kulturellen Versöhnungsprojektes fern des Kriegs und Krisenalltags im Nahen Osten. Sehr verschiedene Kulturen und politische Ansichten werden aufeinander prallen. Aber eines verbinde, die Leidenschaft für Musik, betont Barenboim. „Sie ist der Ausgangspunkt.“ ….. <

http://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2016/12/barenboim-said-akademie-musik-eroeffnung.html

 

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Ein scharfer Geist, der alterslos ist

harry-belafonte

> Mit dem Singen hat Harry Belafonte vor über zehn Jahren aufgehört: Seine Hauptkarriere als Aktivist geht aber weiter, wenn er zum Beispiel beim Jubiläum der Bürgerrechtsbewegung „Democracy now!“ spricht. Jetzt wird der US-amerikanische Schauspieler und Sänger 90.

Dieser Mann ist der Meister des Ohrwurms. Millionenfach verkauft, der Traum vom Karibik-Glück, der Flucht in den Urlaub. Ja. Und nein. Dieser Mann ist absolut im Hier und Jetzt.

Mit fast 90 habe er geglaubt, eigentlich schon alles gesehen zu haben: Harry Belafonte. Im Dezember kommt er in New Yorks Riverside Church – um den 20. Geburtstag der Bürgerrechtsbewegung „Democracy now!“ zu feiern. Einen Monat nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Der fast 90-Jährige verlangt mehr Abenteuergeist, mehr Rebellion. …….. <

 

Mehr davon nachzulesen: http://www.deutschlandradiokultur.de/harry-belafonte-zum-90-geburtstag-ein-scharfer-geist-der.1013.de.html?dram%3Aarticle_id=380143

Kinan Azmeh, syrischer Klarinettist und Komponist

> Kinan Azmeh übt mit seiner Klarinette das Recht und die Freiheit aus, zu sagen, was ihn bewegt. Will Kinan Azmeh seine Eltern besuchen, dann fährt er nicht mehr nach Hause, sondern nach Beirut. Bis vor ein paar Jahren hat er in Syrien noch Konzerte gegeben, trotz oder gerade weil dort der Krieg tobte. …………

So bleibt die Musik Kinans Antwort auf das, was derzeit in Syrien, in seiner Heimat geschieht. Er organisiert und spielt auf der ganzen Welt Benefizkonzerte für Flüchtlinge; und er reist, mit einer Ladung schlichter Blockflöten im Koffer, nach Jordanien, um in Flüchtlingslagern Kinder in Workshops aufzumuntern und für die Menschen dort zu spielen. Er weiß dabei um die Grenzen seines Tuns: „Ich habe dieses Stück Holz mit seinen Silberklappen, und damit kann ich niemanden satt machen; und ich kann keine Gewehrkugel damit aufhalten. Aber ich kann mit meiner Musik Menschen zum Nachdenken bewegen und sie für einen Moment glücklich machen.“ Allerdings: „Ändert das etwas auf der politischen Landkarte?“, fragt er. Seine Antwort fällt skeptisch aus: „Vielleicht nicht.“ Doch die Klarinette bleibt Kinans Stimme. Mit ihr übt er das Recht und die Freiheit aus, seine Meinung zu sagen, und da ist derzeit jede Stimme wichtig. Gerade eine, die so berühren kann. <

 

http://www.jazzthetik.de/archiv/onlinearchiv/3-jazz/893-kinan-azmeh-dieses-stueck-holz-ist-meine-stimme

 

La stagione dell’amore – Franco Battiato

Francesco Battiato, bekannt als Franco Battiato, ist ein Italienischer Cantautore, Musiker, und Maler (unter dem Pseudonym Süphan Barzani).

Battiato gilt als eine der herausragenden Persönlichkeiten der italienischen Musik von den 1970er Jahren bis heute. Seine Musik zeichnet sich durch immer wieder neue Musikstile aus, so dass er keiner Musikrichtung fest zuzuordnen ist. Battiatos Musik ist oft sehr eigenwillig, mit Texten, die häufig keinerlei Sinn zu ergeben scheinen und so ein wenig dadaistisch wirken. Seine Zusammenarbeit mit dem Philosophen Manlio Sgalambro hat den Texten Tiefe mit oft versteckten Verweisen auf Werke von Emil Cioran, Friedrich Nietzsche und anderen gegeben.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Franco_Battiato)

Die Zeit der Liebe

Die Zeit der Liebe kommt und geht,
die Begierden altern nicht, fast nie, mit dem Alter.
Wenn ich denke, wie ich meine Zeit vergeudet habe,
die nicht zurückkehren wird, die nie wiederkehren wird.
Die Zeit der Liebe kommt und geht,
unversehens, ohne dir bewusst zu werden, wirst du sie leben, wird sie dich überraschen.
Wir haben dazu Gelegenheiten gehabt,
sie vergeben; trauere ihnen nicht nach, trauere ihnen nie nach.
Eine neue Begeisterung wird dein Herz pulsieren lassen.
Neue Gelegenheiten sich kennen zu lernen,
und die verlorenen Horizonte kehren nie zurück.
Die Zeit der Liebe kehrt zurück,
mit den Ängsten und den Wetten, wie lange es diesmal wohl dauern wird.
Wenn ich denke, wie ich meine Zeit vergeudet habe,
die nicht zurückkehren wird, die nie wiederkehren wird.

(Google-Übersetzung)

 

 

Der Klangmaler – Emil Brandqvist

Der Schlagzeuger und Komponist Emil Brandqvist aus Göteborg ist weniger Taktgeber als Klangmaler, und lebt dabei ebenso furchtlos wie überzeugend den Mut zur Melodie, nordisch folkloristische Einflüsse und seinen Hang zum leisen Schlagzeugspiel aus. Überzeugend unterstützt wird er dabei von seinem langjährigen Trio mit dem finnischen Pianisten und Komponisten Tuomas Turunen sowie dem Stockholmer Bassisten Max Thornberg.

Reminiszenz an die A3

du

du kummst bei der tia eina

und host den schritt vom old shatterhand

ka aungst jemand auzuschaun

a glitzern in deine augn

worm und a bißl spöttisch

du siagst de wöd so wia sie is

und mi a

du mogst mi so wia i bin

du host scho olles gsegn und erlebt

und ka aungst zu bleibn

du wast worum’s geht

du host des schene erlebt und des schiache a

du bist neugierig auf mi und de wöd

du kaunst lochn

bist gscheit

und springst mit mir ins bett wie a junger spund

wir gengan haund in haund

lochn und hupfn und springan

und lossn’s uns guat gehn

  1. dezember 2004

Ende der 1990er-Jahre gründeten Georg Danzer, Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros für ein Benefizprojekt das Projekt Austria 3. Als die „A 3“ gaben sie viele erfolgreiche Konzerte. Wolfgang Ambros gilt als einer der Begründer des Austropop und der Dialektmusik. Im Dezember 2004 schrieb ich mein bisher einziges Dialekt-Gedicht.