Joja Wendt & Roger Cicero

Eigentlich wollte ich euch Joja Wendt vorstellen.

Dann habe ich diese Aufnahme mit Roger Cicero entdeckt – und so ist es eine Vorstellung von Joja Wendt und eine Hommage an Roger Cicero geworden.

Durch diesen Auftritt am 4.Mai 2005 bei einem von Joja Wendts genialen jährlichen Hamburger Musikhallen (Laiszhallen) Konzerten in denen er regelmässig bekannte und unbekannte Musiker präsentiert, ist Roger Cicero für sein Swingprojekt entdeckt worden. Roger war zu dem Zeitpunkt noch total unbekannt.

Joja Wendt ist ein außergewöhnlicher Klavierspieler – von Jazz bis Klassik. Ich liebe Boogie und dachte bis jetzt Axel Zwingenberger sei der Boogie-Meister am Klavier, jetzt ist es (für mich) Joja Wendt.

Was auch immer euch gefällt – Jazz / Boogie / Klassik – viel Vergnügen!

 

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The Doors

 

Draußen eine stürmische Nacht. Herinnen die ungezügelte, wilde, (vom Sturm) bewegte Musik der Doors …

Das Debütalbum der Gruppe von Januar 1967 enthält den Welthit Light My Fire, den bekannten Love-Song The Crystal Ship und den Song The End, der unter anderem durch den Film Apocalypse Now wieder bekannt wurde und dessen Originalaufnahme teilweise auf Plattenaufnahmen wegen seines Textes zensiert wurde.

Dabei handelt es sich um eine Intertextualität, die auf die griechische Sagengestalt Ödipus verweist, einen Königssohn, der unwissentlich seinen Vater tötet, seine Mutter heiratet und mit ihr schläft. Die Textzeilen: „Father I want to kill you, Mother I want to fuck you“ (deutsch: Vater, ich will dich töten, Mutter, ich will dich ficken) erschienen der Öffentlichkeit als zu vulgär, wenngleich schon seit Jahrtausenden selbige Szene in den Theatern aufgeführt wurde. Weiterhin enthält das Album das Brecht/Weill-Lied Alabama Song.

 

 

Driving with Jim Morrison

„Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, würde den Menschen alles so erscheinen, wie es in Wirklichkeit ist: unendlich.“ (William Blake)

Die Gruppe gilt als eine der einflussreichsten Bands der 1960er Jahre. Der Bandname entstand in Anlehnung an den Essay von Aldous Huxley The Doors of Perception (Die Pforten der Wahrnehmung). Aldous Huxley entnahm den Titel seines Essays einem Zitat von William Blakes The Marriage of Heaven and Hell:

„If the doors of perception were cleansed every thing would appear to man as it is, infinite.“

(„Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, würde den Menschen alles so erscheinen, wie es in Wirklichkeit ist: unendlich.“)

Das Lied der roten Rosen und ich

Nacht-Gedanken

Heute Nacht, oder sollte ich besser heute Morgen sagen – um 3.00, erinnerte ich mich an dieses Lied von Hildegard Knef. Und ich war erstaunt, wie stimmig dieser Text ist und mein Fühlen, meine Gedanken der jeweiligen Zeit ausdrückt.

Mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will groß sein, will siegen, will froh sein, nie lügen,
mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will alles, oder nichts.

Mit 16 war ich sehr still. In meiner Umgebung gab es kein Verständnis für mein Fühlen und Denken, deshalb habe ich mich in mich zurückgezogen. Bereits ein paar Jahre früher, mit 12,  habe ich entdeckt, dass Erwachsene lügen. Es war ein Schock für mich. Einige Male habe ich es, da es so offensichtlich war, mit meiner kindlichen Empörung ausgesprochen. Die Reaktion war Zurechtweisung, niedermachen und Schelte. Dann habe ich es gelassen. Meine Haare wie einen Vorhang vor mein Gesicht gezogen. Ich wollte unsichtbar werden und redete nicht mehr.

Ich merkte mir vor – ich werde niemals lügen. Ich will alles, oder nichts …

Für mich, soll’s rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Die Welt sollte sich umgestalten,
und ihre Sorgen für sich behalten.

Mit 17, mit meiner ersten großen Liebe dachte ich mir: Die Menschen um mich können nicht so lieben wie wir zwei. Sonst würden sie anders leben, anders sein, anders denken. Es ist nicht möglich, diese großen, überwältigenden Empfindungen zu spüren, so zu lieben – und so ein Leben zu führen.

Die Welt sollte sich umgestalten – wir wollten sie umgestalten …

Und später, sagte ich noch, ich möchte,
vertehen, viel sehen, erfahre, bewahren,
und später, sagte ich noch, ich möcht‘,
nicht allein sein, und doch frei sein.

Und später – als ich mit meiner großen Liebe verheiratet war, haben wir mit der Zeit gelebt wie alle anderen auch. Die großen, überwältigenden Empfindungen haben sich verkrochen hinter gegenseitigen Verletzungen und Sprachlosigkeit. Und ich wollte doch verstehen, und noch so viel sehen und erfahren. Ich wollte nicht allein sein, und doch frei sein …

Das ging sich nicht aus. Ich habe mich getrennt und war allein, doch frei …

Für mich soll’s rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Das Glück sollte sich sanft verhalten,
es sollte mein Schicksal, mit Liebe verwalten.

Und später – das Glück hat sich nicht immer sanft verhalten und doch immer mit Liebe verwaltet. Ich habe viel geliebt und gelitten, viel gelacht und geweint. Ich habe gelebt – und ich habe so viel und intensiv gelebt – habe viel gesehen und erfahren. Viele Wunder sind mir begegnet, und diese Wunderwelt bewahre ich in meiner inneren Schatzkiste.

Und heute sage ich still, ich sollte,
mich fügen, begnügen, ich kann mich nicht fügen,
kann mich nicht begnügen, will immer noch siegen,
will alles, oder nichts.

Und heute sage ich still, ich will mich nicht begnügen und schon gar nicht fügen – will noch immer alles oder nichts.
Für mich, soll’s rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich fern, von altem Neu entfalten,
von dem was erwartet, das meiste halten.
Ich will…, Ich will…!

Barenboim-Said Akademie

Barenboim-Said-Akademie in Berlin eröffnet

> 90 Musikstudenten aus dem Nahen Osten werden hier Musik studieren – Juden, Moslems und Christen. Auf dem Lehrplan der Barenboim-Said Akademie als kulturellem Versöhnungsprojekt steht aber nicht nur Musik, sondern auch Philosophie.

„Humanismus ist die einzige, genauer, die letzte Verteidigungslinie, die wir haben“, so der verstorbene amerikanisch-palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said. Neben Daniel Barenboim ist er der geistige Vater der Barenboim-Said Akademie, die am Donnerstag offiziell ihren Lehrbetrieb in Berlin aufgenommen hat.

Aus diesem humanistischen Geist heraus hat er mit Daniel Barenboim das West Eastern Divan Orchestra gegründet. Jetzt eröffnet der akademische Teil dieser Zusammenarbeit seine Pforten. 90 Musiker aus dem Nahen Osten, von der Türkei über Israel bis zum Iran, werden hier studieren – Juden, Moslems, Christen.

Philosophische Lehren gleich anwenden

Auf dem Lehrplan steht das Musikstudium inklusive Musikgeschichte. Dazu komme aber ein sehr gut ausgedachtes Programm in Philosophie, betont Daniel Barenboim. „Wo man nicht nur die Geschichte der Philosophie oder der Philosophen lernt, sondern man versucht sofort in jeder Stunde zu sehen, wie kann jeder von uns diese Idee nutzen, um sich vielleicht zu verbessern, glücklicher zu sein, um sich besser zu verstehen.“

Der Maestro hatte die Idee eines wegweisenden kulturellen Versöhnungsprojektes fern des Kriegs und Krisenalltags im Nahen Osten. Sehr verschiedene Kulturen und politische Ansichten werden aufeinander prallen. Aber eines verbinde, die Leidenschaft für Musik, betont Barenboim. „Sie ist der Ausgangspunkt.“ ….. <

http://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2016/12/barenboim-said-akademie-musik-eroeffnung.html

 

Ein scharfer Geist, der alterslos ist

harry-belafonte

> Mit dem Singen hat Harry Belafonte vor über zehn Jahren aufgehört: Seine Hauptkarriere als Aktivist geht aber weiter, wenn er zum Beispiel beim Jubiläum der Bürgerrechtsbewegung „Democracy now!“ spricht. Jetzt wird der US-amerikanische Schauspieler und Sänger 90.

Dieser Mann ist der Meister des Ohrwurms. Millionenfach verkauft, der Traum vom Karibik-Glück, der Flucht in den Urlaub. Ja. Und nein. Dieser Mann ist absolut im Hier und Jetzt.

Mit fast 90 habe er geglaubt, eigentlich schon alles gesehen zu haben: Harry Belafonte. Im Dezember kommt er in New Yorks Riverside Church – um den 20. Geburtstag der Bürgerrechtsbewegung „Democracy now!“ zu feiern. Einen Monat nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Der fast 90-Jährige verlangt mehr Abenteuergeist, mehr Rebellion. …….. <

 

Mehr davon nachzulesen: http://www.deutschlandradiokultur.de/harry-belafonte-zum-90-geburtstag-ein-scharfer-geist-der.1013.de.html?dram%3Aarticle_id=380143

Kinan Azmeh, syrischer Klarinettist und Komponist

> Kinan Azmeh übt mit seiner Klarinette das Recht und die Freiheit aus, zu sagen, was ihn bewegt. Will Kinan Azmeh seine Eltern besuchen, dann fährt er nicht mehr nach Hause, sondern nach Beirut. Bis vor ein paar Jahren hat er in Syrien noch Konzerte gegeben, trotz oder gerade weil dort der Krieg tobte. …………

So bleibt die Musik Kinans Antwort auf das, was derzeit in Syrien, in seiner Heimat geschieht. Er organisiert und spielt auf der ganzen Welt Benefizkonzerte für Flüchtlinge; und er reist, mit einer Ladung schlichter Blockflöten im Koffer, nach Jordanien, um in Flüchtlingslagern Kinder in Workshops aufzumuntern und für die Menschen dort zu spielen. Er weiß dabei um die Grenzen seines Tuns: „Ich habe dieses Stück Holz mit seinen Silberklappen, und damit kann ich niemanden satt machen; und ich kann keine Gewehrkugel damit aufhalten. Aber ich kann mit meiner Musik Menschen zum Nachdenken bewegen und sie für einen Moment glücklich machen.“ Allerdings: „Ändert das etwas auf der politischen Landkarte?“, fragt er. Seine Antwort fällt skeptisch aus: „Vielleicht nicht.“ Doch die Klarinette bleibt Kinans Stimme. Mit ihr übt er das Recht und die Freiheit aus, seine Meinung zu sagen, und da ist derzeit jede Stimme wichtig. Gerade eine, die so berühren kann. <

 

http://www.jazzthetik.de/archiv/onlinearchiv/3-jazz/893-kinan-azmeh-dieses-stueck-holz-ist-meine-stimme

 

Wolfgang Muthspiel Trio, Highline

 

Wolfgang Muthspiel ist ein österreichischer Gitarrist und Komponist. Seine stilistische Vielfalt machte ihn im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert in vielen Projekten zu einem gefragten Jazzmusiker. Der jüngere Bruder von Christian Muthspiel gründete im Jahre 2000 das eigene Label material records.

In Wien gründete er ein neues Trio mit den Zwillingsbrüdern Andreas und Matthias Pichler.

 

Musik zum Hinhören

Esbjörn Svensson Trio & Pat Metheny & Holstein Chamber Orchestra

Esbjörn Svensson, (1964 – 2008), war der Pianist und Komponist der schwedischen Jazzband Esbjörn Svensson-Trio (E.S.T.). Er gilt als einer der herausragenden Jazzpianisten der Zeit um die Jahrtausendwende und schuf mit seiner Band einen neuartigen Jazztrio-Klang.

Pat Metheny, ist ein US-amerikanischer Jazzgittarist. Als Gastmusiker, Solokünstler und Leiter diverser eigener Formationen etablierte er sich seit Mitte der 1970er Jahre als einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Jazzmusiker der Welt. Stilbildend wurde neben seinem eigenen Spiel auf verschiedenen akustischen und elektrischen Saiteninstrumenten auch seine Arbeit mit der Pat Metheny Group, mit der ihm ein eigenständiger Ensembleklang gelang.

La stagione dell’amore – Franco Battiato

Francesco Battiato, bekannt als Franco Battiato, ist ein Italienischer Cantautore, Musiker, und Maler (unter dem Pseudonym Süphan Barzani).

Battiato gilt als eine der herausragenden Persönlichkeiten der italienischen Musik von den 1970er Jahren bis heute. Seine Musik zeichnet sich durch immer wieder neue Musikstile aus, so dass er keiner Musikrichtung fest zuzuordnen ist. Battiatos Musik ist oft sehr eigenwillig, mit Texten, die häufig keinerlei Sinn zu ergeben scheinen und so ein wenig dadaistisch wirken. Seine Zusammenarbeit mit dem Philosophen Manlio Sgalambro hat den Texten Tiefe mit oft versteckten Verweisen auf Werke von Emil Cioran, Friedrich Nietzsche und anderen gegeben.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Franco_Battiato)

Die Zeit der Liebe

Die Zeit der Liebe kommt und geht,
die Begierden altern nicht, fast nie, mit dem Alter.
Wenn ich denke, wie ich meine Zeit vergeudet habe,
die nicht zurückkehren wird, die nie wiederkehren wird.
Die Zeit der Liebe kommt und geht,
unversehens, ohne dir bewusst zu werden, wirst du sie leben, wird sie dich überraschen.
Wir haben dazu Gelegenheiten gehabt,
sie vergeben; trauere ihnen nicht nach, trauere ihnen nie nach.
Eine neue Begeisterung wird dein Herz pulsieren lassen.
Neue Gelegenheiten sich kennen zu lernen,
und die verlorenen Horizonte kehren nie zurück.
Die Zeit der Liebe kehrt zurück,
mit den Ängsten und den Wetten, wie lange es diesmal wohl dauern wird.
Wenn ich denke, wie ich meine Zeit vergeudet habe,
die nicht zurückkehren wird, die nie wiederkehren wird.

(Google-Übersetzung)