Meditation Alltagstauglich

Du kannst überall und jederzeit meditieren.

Wenn Du glaubst, dass Du eine Yogamatte, einen Sitzpolster, eine Kerze, Räucherstäbchen, etc., brauchst, um meditieren zu können, schränkst Du Dich sehr ein.

Du wirst dann wahrscheinlich nicht sehr oft meditieren.

Zumindest nicht so oft, wie geplant.

 

Du kannst überall und jederzeit meditieren.

Auf einem Stuhl, im Lesesessel, auf der Couch; in der Natur.

Das Einzige, was Du brauchst, ist eine gerade Sitzhaltung. Natürlich kannst Du auch im Stehen meditieren. Auch da brauchst Du eine gute Haltung – im Stehen.

 

Haltung.

Es ist nicht wichtig, wo Du sitzt oder stehst.

Wichtig ist, wie Du sitzt oder stehst.

Die Sitzhaltung muss so sein, dass Deine Wirbelsäule möglichst gerade ist. Wenn Du einen Polster, eine Decke, oder was auch immer, zum Unterlegen unter Deinen Po hast, damit Du auf Deinen Sitzbeinhöckern sitzen kannst, ist das optimal. Sollte Dir jedoch dies alles nicht zur Verfügung stehen, kannst Du einfach mit Deinen Händen Deinen Po etwas nach oben ziehen. Du wirst es wahrnehmen, wenn Deine Wirbelsäule dadurch gerader wird.

 

Die Wirbelsäule.

Warum die Haltung so wichtig ist.

Die Haltung, die Du wählst, sollte auf jeden Fall angenehm sein für Dich und entspannt. Vielleicht musst Du auch verschiedene Haltungen ausprobieren.

Die Wirbelsäule sollte so gerade wie möglich sein, damit die Energie vom tiefsten Punkt der Wirbelsäule bis in den Nacken, und weiter über Deinen Hinterkopf bis zum Scheitel, fließen kann. Dafür ziehst du das Kinn etwas an, so dass Deine Ohren über Deinen Schultern sind.

Beim Stuhlsitz schaust du, dass deine Unterschenkel senkrecht sind und Deine Füße hüftbreit am Boden stehen. Knie und Hüften bilden einen rechten Winkel.

Im Stehen sind Deine Füße ebenfalls hüftbreit am Boden und Du lässt in den Knien locker, so dass Dein Becken etwas nach vorne kippt. Dadurch wird die Krümmung Deiner Wirbelsäule im Lendenwirbelsäulenbereich etwas ausgeglichen. Für die Halswirbelsäule, siehe die Beschreibung wie oben, bei der Sitzhaltung.

 

Atmung

Dein Meditationsobjekt kann Dein Atem sein. Den hast Du immer zur Verfügung.

Außerdem fördert es eine Vertiefung Deines Atems. Viele Menschen atmen viel zu flach.

Wenn Du also eine bequeme Sitzhaltung gefunden und Deinen Körper entspannt hast – auch das Gesicht, speziell die Kiefermuskulatur und Mund – kannst Du Deine Aufmerksamkeit auf den Atem richten.

Du hast die Möglichkeit, Deinen Atem beim Ein- und Ausatmen zu beobachten und Dir zu sagen: Ein – aus, ein – aus, ein – aus …

Oder Du beobachtest Deinen Bauch- und Brustbereich und sagst Dir: Heben – senken, heben – senken, heben – senken …

 

Meditationsobjekt

Meditationsobjekte sind dazu da, Deinen Verstand zu beschäftigen, damit er Dich nicht fort trägt, und Du irgendwann (hoffentlich) merkst, dass Du gar nicht da bist, sondern mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigt bist – aber nicht im Hier und Jetzt.

Am Beginn ist es wichtig, dass Du möglichst oft wahrnimmst, dass Du denkst und was Du denkst. Nur so kannst Du die Gedanken ganz bewusst loslassen.

Solltest Du Dir einen schönen Platz mit Yogamatte, Sitzkissen, Räucherstäbchen und Kerzen eingerichtet haben- wunderbar. Jedoch vergiss nicht – es geht auch anders.

Hier habe ich jetzt einmal ein bisschen von der klassischen Sitz- und Stehmeditation erzählt. Es gibt jedoch viele verschiedene Meditationsmethoden (z.B. mit dem Unterschied von aktiver und passiver Meditation), über die ich ein anderes Mal erzählen werde.

 

Möge die Übung gelingen.

Möge das Meditieren Dir Freude, Entspannung, Bewusstheit und eine verbesserte Gesundheit bringen.

Möge sie ein Teil Deines Alltags werden.

 

 

Auf dieser Seite gibt es ein kurzes Video mit einer Erklärung zu verschiedenen Sitzhaltungen:

http://www.yoga-vidya.de/de/asana/meditation-sitz.html

 

4 Gedanken zu “Meditation Alltagstauglich

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