Eine letzte Schönheit

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Der alte, mächtige Marillenbaum (die Frau Marille) in unserem Garten ist durch einen Sturm entwurzelt werden. Vorher durften wir noch eine Überfülle von saftigen und süß-säuerlich schmeckenden Marillen ernten. Die letzte Marmelade wurde eingekocht.

Wir wissen nie, wann irgendetwas das letzte Mal ist.

Eine Aufforderung für eine tägliche Achtsamkeit / Wertschätzung / Zuneigung / Liebe / Dankbarkeit – für Mensch / Tier / Natur.

Frau Marille hatte sie. Darüber bin ich sehr froh.

Das Holz von Frau Marille trocknet nun und die Farbe wird immer dunkler. Marillenfärbig.

Eine letzte Schönheit.  

                                      

Interessante Geschichte(n) über die Marille.

Die Europäer hielten die Marille lange für ein Aphrodisiakum. In diesem Kontext taucht sie auch in der Literatur auf: In William Shakespeares „Sommernachtstraum“ weist Elfenkönigin Titania ihre Untergebenen an, dem Weber Nick Bottom Aprikosen zu verabreichen, um seine Liebe zu ihr zu wecken: „Be kind and polite to this gentleman. Follow him around. Leap and dance for him. Feed him apricots and blackberries […].“

Die Herkunft der Aprikose, die in Österreich, Südtirol und Bayern Marille genannt wird, ist nicht restlos geklärt. Heute geht man jedoch davon aus, dass die Marille schon vor 4000 bis 5000 Jahren in China kultiviert wurde. Die Römer hatten sie um 70 v.Chr. importiert.

 

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