Depression

Depression

I

Depression

Lauert

Im Hintergrund

Ambivalenz

Zwischen

Lust und Absturz

Fallenlassen

Wohin

 

Unverstandene Seele

Unverstandenes Leben

 

Leben wollen

Wie

 

Fallenlassen

In die Unendlichkeit

 

Unendliche Depression

 

II

Krähenformationen

Fliegen

Auf ihre Schlafbäume

Draußen

Wolkenhimmel

Ungemütlich feucht

Und doch

Drinnen

Im Haus

Gemütlich warm

Kerzenlicht

 

Fensterweiter Ausblick

Leichtigkeit

Spüren wollen

 

Die Dumpfheit des Kopfes

Depression lauert

Breitet sich aus

Immer wieder

Lähmt

Lebendigkeit

Rückt in die Ferne

Schwindet

 

Unbehagen

Breitet sich aus

Nicht wissen

Nichts wissen

Übelkeit

 

Lass den Kelch vorübergehen

Lass es

Lass es

 

Weinen in der Kehle

Das Herz reißt aus

Krampft

Schließt sich ein

Will nicht mehr

 

Will nicht mehr lieben

Einst als die Liebe noch schön war

Leicht

Unbeschwert

Fröhlich

 

Schmerz zerreißt die Stille

Jede Faser wehrt sich

Vor dem Schmerz

Alles rückt weg

In unendliche Ferne

Unerreichbar

Dieser Zustand

Der einmal war

 

Damals

Als das Leben noch leicht war

Und unbeschwert

 

III

Loslassen

Im Fluss sein

Oder

Am Ufer verankert

Oder

In den Strudel gezogen

In die Unterwelt

Ersticken

Ertrinken

Luft anhalten

Durch tauchen

Auftauchen

Im Fluss sein

 

IV

Hoffen und bangen

Guter Hoffnung sein

Bis zum letzten Atemzug

Das Gehirn denkt weiter

Über den Tod hinaus

Zumindest

Zwei Minuten lang

(M.K., 2012)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s