Menschen haben den Maßstab verloren

wilhelm-schmid

Ein Interview mit dem Philosophen Wilhelm Schmid, 63,  über die Liebe, das Älterwerden  und das Denken als Quelle der Gelassenheit.

Auszug:

Wie können Ihrer Erfahrung nach überhaupt Erkenntnisse über die Gelassenheit gewonnen werden?
Der erste Schritt zur Gelassenheit ist Einsicht in die verschiedenen Phasen des Lebens. Ich habe eine grobe Vierteilung vorgenommen, damit es leichter zu erkennen ist, in welcher Phase wir uns befinden. Das erste Lebensviertel ist eine Möglichkeitsphase, in der wir durch Spielen, Bildung und Ausbildung Erfahrungen sammeln. Wir tun Kindern und Jugendlichen nichts Gutes, wenn wir sie in dieser Phase dazu nötigen, zur Wirklichkeit überzugehen. In der Möglichkeitsphase kann der Mensch noch alles ausprobieren. Ich wünsche mir heute, ich hätte die Einsicht in die verschiedenen Lebensphasen früher gehabt, zum Beispiel im Alter von 30 bis 40 Jahren. Das ist die zweite und schwierigste Lebensphase, zwischen 25 und 50, die – wie ich sie bezeichne – Stress- oder Wirklichkeitsphase, in der parallel wichtige Dinge bewerkstelligt werden müssen. Beispielsweise Karriere und Familiengründung. Ich war in dieser Zeit oft außer Rand und Band. Wenn ich gewusst hätte, dass das zur Eigenart dieser Phase gehört, hätte ich gesagt: „Na ja, dann ist es eben so.“ Die Phase des allmählichen Älterwerdens zwischen circa 50 und 75 Jahren nenne ich das dritte und die Phase des verschärften Älterwerdens ab 75 das vierte Lebensviertel.

Das ganze Interview nachzulesen:

http://www.ursachewirkung.at/leben/1949-wir-menschen-haben-den-massstab-verloren

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