Eine fast normale Kindheit

matthias-brand

Ein Kurzgeschichtenband des von mir sehr geschätzten Schauspielers Matthias Brandt über seine frühen Kindheitsjahre.

>> … Wie findet sich ein Sohn, der noch Kind ist, mit so einem Vater zurecht? Die Geschichte „Welthölzer“ zeigt das auf humorvolle und berührende Art. Willy Brandt, weder des Auto- noch des Radfahrens mächtig, soll dabei mit seinem Sohn und einem hochrangigen Politiker einen Radausflug machen. Das Vorhaben scheitert grandios – zumindest grandios erzählt. …

Die hohe literarische Qualität dieser 14 Geschichten liegt u.a. darin begründet, dass sie konsequent bei der Wahrnehmung des Kindes bleiben, erzählt in einer empathischen Erwachsenen-Sprache, wobei den Autor Matthias Brandt charakterisiert, was auch den Schauspieler auszeichnet: Intelligenz, Eleganz, Zurückhaltung, das beeindruckende Spiel mit feinsten Nuancen und ein gutes Gespür für Timing.

Ebenso versteht er es, Emotionen dosiert, aber wirkungsvoll einzusetzen. Es ist ein Erlebnis, zu lesen, wie Matthias mit seiner Mutter Rut in die Ferien nach Norwegen fährt oder dem in unmittelbarer Nachbarschaft wohnenden Alt-Bundespräsidenten Heinrich Lübke einen Besuch abstattet. Dabei zeigt sich der Bub nämlich feinfühliger als viele Erwachsene, die den an Zerebralsklerose leidenden Mann wegen seiner wirren Aussagen belächeln.<<

 

Matthias Brand: „Raumpatrouille“, Verlag Kiepenheuer & Witsch

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/buecher_aktuell/858351_Eine-fast-normale-Kindheit.html

 

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